Musik bereichert mein Leben oder: Was Beethoven mit Tomaten zu tun hat

Gerade habe ich wieder den 2. Satz von Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 gehört. Ein Stück, das mich immer wieder mit tiefem Frieden und, ja, Glückseligkeit und Harmonie erfüllt wie kaum ein anderes.

Ich kann mich sogar noch genau erinnern, wo ich es zum ersten Mal gehört habe: Ich hatte von einem Kunden eine Schallplatte mit Gustostückerln von Beethoven geschenkt bekommen. Und als ich die Platte auflegte und diesen 2. Satz hörte, war ich völlig ergriffen. Ich lebte damals (es ist sicher schon 30 Jahre her) in einer kleinen Wohnung und sehe mich noch an meinem alten Plattenspieler und spüre noch das Gefühl, dass ich damals hatte. Das immer wieder auflebt, wenn ich dieses Stück höre.

Beethoven und vor allem auch seine Symphonien gehören zu meiner Lieblingsmusik. Wenn ich an komplizierten Texten sitze und nicht mehr weiterweiß, hilft mir Beethovens Musik. Wenn es mir nicht gutgeht, hilft mir Beethoven. Wenn es mir gutgeht, höre ich ihn ebenfalls gerne.

Dabei war diese Liebe zu seiner Musik eher eine Liebe auf den zweiten Blick.

Beethovens Musik hat mich von Anfang an fasziniert, aber zuerst nicht gefallen! Ich wunderte mich, wieso ich fasziniert war und wieso sie mir trotzdem nicht gefiel. Irgendetwas musste da drinstecken, etwas, was man nicht erklären kann … Also habe ich mir immer wieder seine Symphonien angehört, und eines Tages sprang der Funke über. Seither bin ich eine glühende Verehrerin von Beethovens Musik.

Es ist seltsam, aber vielleicht muss man für diese göttliche Musik – verzeihen Sie diese Ausdrucksweise – erst reif werden.

Was hat das jetzt alles mit Tomaten zu tun? Als Kind mochte ich keine Tomaten, sie haben mir einfach nicht geschmeckt. Ich kann mich erinnern, dass ich meinem Opa immer fasziniert zugesehen habe, wenn er Tomaten aufschnitt und aß. Sie sahen so appetitlich aus! Immer wieder habe ich sie probiert, das Gesicht verzogen, ausgespuckt, und ich konnte einfach nicht verstehen, dass etwas, was so vielversprechend aussieht, mir einfach nicht schmecken will.

Und eines Tages – schmeckten sie mir! Seither liebe ich Tomaten, insbesondere die kleinen, würzigen, saftigen. Ich esse am liebsten jeden Tag Tomaten und kann mich davon nicht überessen.

Beethoven dosiere ich etwas vorsichtiger. Ich habe Sorge, dass ich mich eines Tages „überhören“ könnte. Außerdem ist Beethovens Musik etwas Besonderes, das mit allen Sinnen genossen werden muss und ich nicht als profane Untermalung missbrauchen will.

Welches Musikstück berührt Sie besonders? Schreiben Sie mir, ich bin gespannt!

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„In Europa geboren worden zu sein, gleicht einem Lottosechser“

Interview mit der Journalistin und Autorin Petra Ramsauer

Petra Ramsauer zählt zu den wenigen Journalisten, die noch nach Syrien reisen können. Immer wieder war sie im Zentrum der Kämpfe, in denen die Menschen verhungern und umkommen – belagert und abgeschnitten von der Außenwelt. Sie hat mit Ärzten gesprochen, die unter Bombenhagel arbeiten, mit Bloggern, die unter Lebensgefahr Nachrichten aus dem Land schmuggeln, mit Kommandanten der bewaffneten Opposition und demokratischen Aktivisten, Vertretern des Regimes und der Kurden, mit Menschen, die geflüchtet sind, und anderen, die trotz allem bleiben.

In einfühlsamen Reportagen erzählt sie von all jenen, die in diesem schrecklichen Konflikt ums Überleben kämpfen.

Petra Ramsauer

 

Wie bist du dazu gekommen, über Kriege und Krisen zu berichten?

Das war eigentlich schon immer mein Wunsch. Es ging mir darum, die „andere“ Realität kennenzulernen; den Gegenentwurf zu unserer sicheren Welt in Europa. Das ist ja nur ein Minderheitenprogramm auf unserer Erde. Die meisten Menschen auf der Welt sind irgendwann in ihrem Leben mit Gewalt, extremer Armut und dem Kampf ums Überleben konfrontiert. Das ist vielen von uns fremd. Heute empfinde ich mich vor allem als Übersetzerin zwischen diesen Welten. So hätte ich es damals nicht formuliert, aber im Grund war das meine Motivation.

 

Bist du bei deiner Arbeit auch mit Vorurteilen konfrontiert? Zum Beispiel: Eine Frau schreibt doch nicht über Kriege?

Ja. Mit vielen Vorurteilen. Dabei hat eine Frau es oft einfacher als ein Mann. Ich werde nicht so leicht erkannt, beispielsweise, kann leichter in der Menge untertauchen. Angesichts der Entführungsgefahr in vielen Krisengebieten ist das ein immenser Vorteil. Und ich kann mit allen reden. Für einen männlichen Journalisten ist es sehr schwer, mit Frauen Interviews über Gewalterlebnisse zu führen. Dabei ist Gewalt gegen Frauen heute eines der größten Probleme in Krisen und Kriegen: In einem umkämpften Gebiet ist es unter den Betroffenen riskanter, eine Frau zu sein als ein Soldat. Das kann ich aufzeigen. Gleichzeitig sind es Männer gewohnt – auch in sehr konservativen Gegenden –, dass sie westlichen Reporterinnen Interviews geben. Ein Vorurteil, das mich oft ärgert, ist, dass es als Frau in islamisch geprägten Ländern sehr schwer sein soll. Ich frage dann immer zurück, woher diese Meinung kommt, und niemand kann es mir erklären. Faktum ist: über Kriege zu berichten ist immer schwer und belastend.

 

Warum bist du Journalistin geworden?

Ich konnte mir nie einen anderen Beruf für mich vorstellen. Außer Notfallmedizinerin, aber ich bin extrem ungeschickt beim Nähen. Darauf hat mich meine Mutter immer hingewiesen. Dafür kann ich ein wenig schreiben. Ich habe ein besonders gutes Gedächtnis, bin neugierig und hasse Routine. – Das hat gepasst.

 

Wo hast du deine journalistische Ausbildung genossen?

Als Lehrredakteurin im ORF und beim profil, später noch während eines Postgraduate-Studiums in Paris mit Schwerpunkt internationale Reportage.

 

Was war dein Antrieb/Beweggrund, Politikwissenschaften zu studieren?

Weil es ein sehr gutes Fundament für mich war, Journalistin zu werden. Ich habe bei dem Studium auch gelernt, richtig hinzusehen. Ich verdanke meiner Professorin Charlotte Teuber nach wie vor 75 Prozent all meines Wissens zur Geschichte des Nahen Ostens. Ohne sie wäre ich heute niemals die, die ich bin. Und das wäre traurig. Ganz wichtig war auch mein Anteil am Geschichtestudium (damals durften wir noch freie Fächer zu einem Hauptstudium kombinieren!). Die Einführung in das Studium der Geschichte versucht, Quellenkritik zu vermitteln, besonders beim Umgang mit „Primärquellen“. – Das ist heute besonders aktuell, wenn ich über soziale Medien plötzlich eine Fülle von Primärquellen habe und diese kritisch einordnen muss. Auch meine Seminare an der Philosophie haben mich sehr weitergebracht: ich lernte rasch, schwierige Texte zu lesen, und ich lernte zu denken.

 

Du hast „Die Klimarevolution“ und „So wird Hunger gemacht“ geschrieben. Warum hast du dich von Umweltthemen abgewendet?

Umgekehrt: Ich habe mich wieder den Themen angenähert, auf die ich eigentlich spezialisiert bin. Die Umwelt-Themen kamen durch Zufall in mein Leben. Wie John Lennon sagt: Leben ist das, was passiert, während man Pläne macht. Und auf Umweltthemen bin ich gestoßen, während ich auf einen geeigneten Job als Auslands-Redakteurin gewartet habe. Insgesamt ist das ja eine perfekte Lebensmischung. Eine Portion Plan, eine Portion Zufall gut miteinander in Einklang zu bringen. Darum geht es doch. Heute profitiere ich enorm von meiner zweifachen Expertise: So ist der Konflikt in Syrien auch zum Teil ein Klima-Konflikt. Das zu erkennen, zu bewerten ermöglicht mir meine Arbeit an Umweltthemen. Doch mein Herz gehörte immer der Außenpolitik.

 

Was hat dich bewogen, über Nahostpolitik zu schreiben und nicht z. B. über Innen- oder EU-Politik?

Weil es für mich besser passt. Die Berichterstattung über Innenpolitik und EU-Politik erfordert ein ganz anderes Talent, als ich es habe. Da müsste ich mich sehr stark in juristische und wirtschaftspolitische Fragen einarbeiten. Das ist eine ruhige Tätigkeit. Und es erfordert viel Sitzfleisch bei Gipfeln, Klausuren wie auch die Bereitschaft, sich viel mit den Akteuren und Akteurinnen der heimischen Politik auseinanderzusetzen. Da gibt es Kollegen, die beherrschen diese Disziplin hervorragend. Ich bin eher spontan, reise extrem gerne und es macht mir eine große Freude, auch wenn es oft widriger ist als in Europa zu arbeiten, dort einzutauchen. Es ist oft schwierig zu erklären, was einen fasziniert. Für mich ist es eben diese Region.

 

In ihrem neuesten Buch über Syrien erzählt Petra Ramsauer von all jenen, die in diesem schrecklichen Konflikt ums Überleben kämpfen.

 

Welche Länder hast du für deine Reportagen schon bereist?

Oh, das sind viele: Iran, Irak, Afghanistan, Israel, die palästinensischen Gebiete, Jordanien, Syrien, Ägypten, Libyen, die Ukraine, Georgien, Indien, Bhutan, Pakistan, Indien, Taiwan, China, Kiribati, Sudan, Kenia, Uganda, Malawi, Côte d’Ivoire, Mauretanien, Tschad, Mali, Südafrika, Niger, Kamerun, Libyen, Marokko, Russland und die USA natürlich und in Europa eigentlich jedes Land.

 

Recherchierst du immer vor Ort oder verlässt du dich auch mal nur auf Informanten?

Es kommt sehr häufig vor, dass ich mich auf meine Kontakte verlasse. Aber das sind jene, die ich von früheren Reisen persönlich kenne. Ausschließlich.

 

Woran arbeitest du zurzeit?

An einer Reportage aus Libyen, über Migration, über verschwundene Kinder auf der Flucht nach Europa und an einer Reportage über nach Afghanistan abgeschobene Flüchtlinge.

 

Gibt es schon Pläne für ein weiteres Buch?

Ja. Aber das wird ein ganz, ganz anderes Buch als die anderen fünf werden. Und es wird, auch wieder anders als bei den anderen, sehr lange dauern, es zu schreiben. Mehr verrate ich noch nicht.

 

Trotz all der Gräuel, mit denen du bei deinen Reisen und Recherchen konfrontiert bist, bist du ein optimistischer Mensch?

Sogar ein sehr optimistischer Mensch! – Mein Kollege Karim El-Gawhary hat in einem seiner Bücher geschrieben: In Europa geboren zu sein, als Europäer, gleicht einem Lotto-Sechser. So empfinde ich es. Da ich das Leben der anderen kenne, kann ich das Leben hier in Österreich so richtig schätzen. Ich bin dafür sehr dankbar und das macht mich glücklich und optimistisch.

 

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Dazu habe ich ein sehr klares Bild, aber das ist noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Ich werde sicher noch schreiben, aber mit neuen Zugängen.

 

Bei meinen Recherchen bin ich auf ein vegetarisches Kochrezept von dir gestoßen. Ist Kochen dein Hobby, bei dem du von deiner Arbeit abschalten kannst?

Nein. Schreiben und Kochen sind sehr ähnliche Tätigkeiten. Es braucht Intuition, die richtigen Zutaten im richtigen Maß. Es ist beides Alchemie. Ich denke beim Kochen ans Schreiben und beim Schreiben ans Kochen. Hobbys habe ich eigentlich nicht, denn ich habe ein Leben, in dem alles, was ich tue, schön ist und das, was ich 100% tun will. Ich bin, das weiß ich, sehr, sehr verwöhnt von meinem Schicksal.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!

 

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Training bei Legasthenie und Lese-Rechtschreib-Schwäche

 

Vor Kurzem habe ich die Ausbildung zur dipl. Legasthenietrainerin abgeschlossen. Diese Ausbildung ist zertifiziert und international anerkannt.

Im Fokus stehen aber nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Früher wurde Legasthenie oft nicht erkannt und die Kinder damals nicht oder zu wenig gefördert. Viele legasthene Menschen kämpfen daher als Erwachsene mit diesem Problem, das sehr belastend sein kann. Ich will insbesondere legasthene Erwachsene ermutigen, ein Legasthenietraining in Anspruch zu nehmen. Auch im Erwachsenenalter ist es noch nicht zu spät, flüssiges Lesen und Schreiben zu lernen bzw. zu verbessern. Ein Nebeneffekt eines fundierten Trainings ist ein gesteigertes Selbstbewusstsein.

Die Gesellschaft kann es sich nicht leisten, auf die Potenziale von legasthenen Menschen zu verzichten. Denn: Legastheniker sind oft sehr intelligent, hoch begabt und kreativ! Viele herausragende Persönlichkeiten waren bzw. sind Legastheniker, z. B. Walt Disney oder Bill Gates. Leider ist Legasthenie häufig schambesetzt, weil viele sie immer noch mit Dummheit gleichsetzen. Da sich Legasthenie sehr unterschiedlich zeigt, gibt es darüber noch viele Missverständnisse und Unwissen. Legasthenie ist jedoch keine Krankheit, sondern genetisch bedingt! Nach aktuellen Schätzungen sind 15–20% aller Menschen davon betroffen.

Haben Sie selbst oder Ihr Kind Probleme mit dem Lesen und Schreiben? Hier ist falsche Scham unangebracht. Für Fragen, Tests und Training kontaktieren Sie mich einfach!

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Hass im Netz? Nein, danke!

3 Tipps für die Nutzung von Facebook & Co.

Gehören Sie auch zu jenen, die aus den Social Media ausgestiegen sind oder aussteigen wollen, weil sie all die Postings voller Hass, Lügen und Häme nicht mehr ertragen? Weil Sie nicht täglich mit derart manipulativen, einseitigen, negativen Nachrichten überflutet werden wollen?

Das wäre sehr schade. Denn damit würde man diesen Hass-Postern noch mehr Raum überlassen. Und Sie würden sich von einer interessanten Wissensquelle, die z. B. Facebook tatsächlich ist, abschneiden. Darüber hinaus nehmen Sie sich dadurch einen Kanal zur Verbreitung Ihres Know-hows, Ihrer Neuigkeiten weg.

Hier 3 Tipps, wie Sie auf Facebook & Co. gut überleben und die sozialen Medien besser für sich nutzen können:

1.
Reagieren Sie nicht auf Hass-Postings. Widerstand erzeugt noch mehr Widerstand. Und macht jene noch stärker, die nur Hass und Lügen verbreiten. Wenn es nötig ist, blockieren Sie Personen, die nur ihren Unrat im Netz verbreiten. Durchforsten Sie Ihre Freundesliste und überlegen Sie bei Anfragen sehr gut, ob Sie mit dem jeweiligen Menschen wirklich „befreundet“ sein wollen.

2.
Wägen Sie gut ab, welchen Gruppen Sie beitreten, wen Sie abonnieren. Wenn es Gruppen und Menschen sind, die „gegen etwas“ sind, können Sie meist (mit wenigen Ausnahmen) nicht viel mehr als Negatives erwarten.

3.
Abonnieren Sie Menschen und Gruppierungen, die Positives verbreiten. Dinge, Initiativen, Ideen, die Mut machen, die sich für etwas engagieren, die nicht mit dem Mainstream mitschwimmen. Glauben Sie mir, es gibt sehr viel Mutmachendes, Spannendes, Interessantes im Netz, das gerade über die sozialen Medien verbreitet wird, weil sie oft das einzige Sprachrohr für sie sind.

Hier einige Beispiele von Facebook:

Natur und Umwelt:

Neue Wege finden

The Seabin project

ECOALF

Global 2000

Green Renaissance

mare TV

Dr. Jane Goodall

Psychologie und Lebenskunst:

Vera F. Birkenbihl gehirn-gerecht

Mutmacherei

Quiet Revolution

Prince Ea

ACADEMIA SUPERIOR

A Network for Grateful Living

Querdenker

Denkwerk Zukunft

Lernwelt

Matthieu Ricard

Die Denker

Bildung und Information:

ORF III

Frauenmuseum Hittisau

GEO

The Huffington Post

Ö1

Datum

Amazing things in the world

brand eins

Und für alle über 50:

The Age of Happiness

 

Haben Sie auch eine interessante Seite entdeckt? Ich freue mich auf Ihr Feedback!

 

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Neue Seminare im neuen Jahr!

2017 finden Sie zwei neue Workshops in meinem Programm:

Workshop: „Prägnante Texte für Flyer“

Am Freitag, 13. Januar 2017, 10–18 Uhr, erfahren Sie, wie man interessante Flyer textet, worauf es außerdem ankommt, was wo stehen soll und vieles mehr. Sie erhalten wertvolle Tipps für die Gestaltung und gemeinsam erarbeiten wir wirksame Texte für Ihre Flyer. Damit Sie bei Ihren Adressaten auch ankommen und Ihre Flyer nicht im Papierkorb landen!

Am Freitag, 27. März 2017, 10–18 Uhr, heißt es dann

„Texte für Social Media“

In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie leserfreundliche, knackige und korrekte Texte für die Sozialen Medien verfassen. Heutzutage kommt kein Unternehmen mehr an den Social Media vorbei. Der Vorteil ist, dass sich Kleinstunternehmer auf Facebook & Co. genauso wie Großfirmen präsentieren können.

Doch die beste Idee, das tollste Foto sind nichts, wenn der Text zu lang, zu aufgebläht oder schwer verständlich ist und womöglich Rechtschreib- oder Tippfehler enthält.

Nützen Sie diese Chancen und genießen Sie außerdem ein Ambiente, in dem es Spaß macht, sich weiterzubilden. Mattsee ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert!

Weitere Vortrags- und Seminartermine finden Sie hier:

Aktuelle Termine

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Werden Sie Umdumpler – 12 Tipps für mehr Lebensfreude

Viele Menschen erleiden heute ein Burn-out. Der Stress, der Leistungs- und der Termindruck geben vielen das Gefühl, ein Galeerensträfling zu sein, gekettet an das Ruder der Verpflichtungen. Und wer schwingt die Peitsche, wenn man schlappzumachen droht? Wer trommelt den unbarmherzigen Rhythmus, in dem man zu malochen hat? Die Chefs, die Kunden, die Geschäftspartner, unsere ganze verrückte Gesellschaft scheint sich wie von selbst immer mehr zu beschleunigen.

Und diese Wahnsinnsmaschine spuckt jene aus, die mit dem Tempo nicht mehr mithalten können. Wie lange halten wir noch durch, habe ich mich gefragt, bis uns das System endgültig zur Strecke bringt?

Doch ich habe die Lösung gefunden! Ich bin ein Umdumpler geworden. Besser gesagt eine Umdumplerin. Sie fragen, was das ist? Nun, Umdumpler setzt sich zusammen aus der Silbe „um“ (kommt von herum, also ohne festes Ziel) und dümpeln. Da Umdümpler aber allzu leicht mit dümmlich verwechselt werden könnte und Herumdumpler zu sperrig klingt, haben anerkannte Therapeuten und Psychologen, die sich schon lange mit der Burn-out-Bekämpfung und -Prophylaxe beschäftigen, den Fachbegriff Umdumpler geprägt.

Leider sind dieser Begriff und das Wesen eines Umdumplers noch weitgehend unbekannt, deshalb möchte ich die geneigte Leserschaft in das Umdumpler-Wesen einführen.

Sie denken nun, ein Umdumpler dümpelt einfach nur herum und tut nichts? Weit gefehlt! Ich gebe Ihnen hier ein paar Verhaltenstipps, damit Sie sich langsam ins Umdumpler-Dasein einleben können:

1.

Stehen Sie nie gleich auf, wenn der Wecker läutet! Drehen Sie sich noch einmal um und schlafen oder dösen Sie noch etwas. Es ist schlecht für den Kreislauf, sofort aus dem Bett zu springen. Wenn Sie Ihr Nachtlager mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin teilen, nehmen Sie sich etwas Zeit für Zärtlichkeiten und sagen Sie ihm/ihr etwas Nettes.

2.

Genießen Sie Ihr Frühstück! Ein Umdumpler stürzt nicht ohne Frühstück oder nach einem Espresso im Stehen aus dem Haus. Er setzt sich zum Frühstück nieder, isst mit Genuss und freut sich auf den neuen Tag!

3.

Nehmen Sie die Öffis für den Weg zur Arbeit oder gehen Sie zu Fuß. Lange Bus- und Bahnfahrten lassen sich am besten mit der Lektüre eines Comics oder eines humoristischen Buches überstehen. – Wichtig: Umdumpler lesen morgens keine Zeitung. Sie lassen sich die gute Laune nicht schon am frühen Morgen mit Katastrophenmeldungen, Mord und Totschlag verderben.

4. Lachen Sie! Sooft wie möglich!

Lachen Sie! Sooft wie möglich.

Wenn Sie zu Beginn Probleme damit haben: Sehen Sie so oft wie möglich in den Spiegel und ziehen Sie die Mundwinkel nach oben. Nehmen Sie, wenn nötig, beide Zeigefinger und ziehen Sie sie mit deren Hilfe nach oben. Wenn Ihnen das nicht gelingt, stehen die Chancen schlecht, je ein Umdumpler zu werden.

5.

Machen Sie keine Arbeit sofort (es sei denn, es geht um Leben und Tod).

6.

Umdumpler planen bereits zu Beginn des Arbeitstages Pausen ein.

7.

Umdumpler genießen jeden Augenblick, ob es regnet oder schneit, stürmt oder die Sonne scheint.

8.

Umdumpler gehen Griesgramen, Tratschen, Intriganten und notorischen Jammerern aus dem Weg. Sie erklären ihre Umgebung zur Nicht-Raunzer-Zone.

9.

Umdumpler ziehen ihre Grenzen. Sie lassen sich nicht ausnutzen. Sie lassen sich auch nicht missbrauchen und nicht bestechen.

10.

Umdumpler lieben sich selbst genauso wie ihren Nächsten. Deshalb sind sie fröhliche, umgängliche, positive und „umweltfreundliche“ Menschen.

11.

Umdumpler können sich an einer Kaktusblüte, am Vogelgezwitscher oder am Lächeln eines Kindes genauso erfreuen wie an einem Lottogewinn oder einer Erbschaft. Wohlwissend, dass alles vergänglich ist und dass nur der gelebte Augenblick zählt.

12.

Ein Umdumpler nützt jedes kleine Zeitfenster – und seien es nur zwei Minuten beim Blick durchs Bürofenster –, um dankbar zu sein. Dankbarkeit ist eine der größten Tugenden und Grundvoraussetzung dafür, ein Umdumpler zu werden.

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Frauen in Forschung und Entwicklung – Marga Faulstich

Glas prägte ihr Leben

Immer noch sind „Frauen und Technik“ gelegentlich Thema von platten Witzen, Vorurteilen und dummen Sprüchen. Arbeitsmarktservice und Wirtschaftskammer bemühen sich jedoch seit einiger Zeit sehr, Frauen technische Berufe schmackhafter zu machen.

Eine deutsche Glaschemikerin könnte vielen von ihnen als Vorbild dienen: Sie hat sich bereits in den 1940er-Jahren einen Namen gemacht – in der Forschung und Entwicklung von über 300 Typen optischer Gläser, als erste weibliche Führungskraft in der Glasindustrie und mit rund 40 Patenten: Marga Faulstich.

Von der Hilfskraft zur Wissenschaftlerin

44 Jahre arbeitete Marga Faulstich für die Schott Glaswerke und war maßgeblich an deren Entwicklung beteiligt. Dabei begann sie nach dem Abitur 1935 nur als wissenschaftliche Hilfskraft im Glaswerk Schott in Jena. Innerhalb weniger Jahre stieg sie zur Laborantin, Assistentin und schließlich zur Wissenschaftlerin auf. Und erwarb sich Anerkennung unter den meist männlichen Kollegen. Im Jahr 1975 kommentierte Faulstich den Beginn ihrer Tätigkeit: „Es hörte sich so glatt und einfach an und doch war es ein Auf und Ab, ein Kampf um Probleme und Menschen.“ Doch sie habe „Glück gehabt mit vielen Kollegen, die […] meine Stimme in der Männergesellschaft hörten“.

1942 begann sie, berufsbegleitend Chemie zu studieren, einen Abschluss verhinderte das Kriegsende: Jena befand sich nun in der sowjetischen Besatzungszone.

Zug der 41 Glasmacher

Da die westlichen Alliierten das Know-how der Jenaer Glasmacher für den Westen sichern wollten, übersiedelten sie 41 ausgewählte Spezialisten und Führungskräfte des Unternehmens in den Westen, darunter Marga Faulstich. Die damals 30-Jährige durfte Schwester, Mutter und Großmutter mit nach Westdeutschland nehmen.

Nach unsicheren Jahren gründeten die 41 Glasmacher schließlich das neue Glaswerk in Mainz, das 1952 eröffnet wurde. Marga Faulstich wirkte maßgeblich am Aufbau und an der Entwicklung neuer optischer Gläser mit, wodurch die Herstellung von hochwertigen Objektiven für Mikroskope oder Ferngläser ermöglicht wurde. Darüber hinaus leitete sie 16 Jahre die Tiegelschmelze, in der die besonders schwierig zu schmelzenden optischen Gläser gefertigt wurden. In den 1970er-Jahren entwickelte sie ein spezielles Brillenglas: Brillen wurden dadurch leichter und ästhetischer.

 

Faulstich arbeitete an der Entwicklung der „dünnen Schichten“ mit, die noch heute Grundlage für Sonnenbrillen, entspiegelte Brillengläser oder Glasfassaden sind.

Faulstich arbeitete an der Entwicklung der „dünnen Schichten“ mit, die noch heute Grundlage für Sonnenbrillen, entspiegelte Brillengläser oder Glasfassaden sind.

 

„Was man angefangen hat, muss man auch fertigmachen“

Das war laut ihrer Nichte die Devise von Marga Faulstich. Erich Schott lobte sie 1960, dass sie die Sonderschmelze „mit Erfolg und männlicher Energie“ leite. Damals schien es noch ungewöhnlich, dass eine Frau dies leisten könne. Anlässlich ihres 40. Betriebsjubiläums, 1975, lobte er ihr Engagement insbesondere für die Schulung junger Kollegen und ihre soziale Verantwortung. Nach ihrer Pensionierung stand sie dem Unternehmen bis 1984 als Beraterin zur Verfügung. Die Mitarbeiterzeitung von Schott schrieb 1995: „Dies war keine Quotenfrau, sondern eine wirklich ganz Große. Ihre Geistesblitze brachten Schott Millionen DM an Umsatz.“

 

Info

* 16. Juni 1915 in Weimar

1935 Arbeitsbeginn bei Schott Glas in Jena

1953–1969 Leiterin der Tiegelschmelze

1973 Anerkennung in den USA für Leichtgewichts-Brillenglas

1979 Ruhestand

+ 1. Februar 1998 in Mainz

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2 bewährte Kreativmethoden

Kreativmethoden gibt es wie Sand am Meer. Ich stelle Ihnen hier zwei sehr bewährte Methoden vor, mit denen Sie garantiert viele Ideen zum Schreiben sammeln können, aber auch für vieles andere.

Die Mindmap

Auf Deutsch: Gedankenlandkarte. Diese Methode wurde vom englischen Psychologen, Autor und Trainer Tony Buzan entwickelt.

Am besten, Sie nehmen dazu einen großen Papierbogen (Flipchartbogen oder ein großes Stück Packpapier) und schreiben in die Mitte das zentrale Thema, das Sie beschäftigt, über das Sie nachdenken oder einen Artikel oder gar ein Buch schreiben möchten.

Von der Mitte aus zeichnen Sie strahlenförmig Linien, hinter denen Sie Ihre Assoziationen zu dem Thema notieren. Mein Tipp: Hängen Sie Ihre Mindmap auf (z. B. mit Klebestreifen an eine Tür) und vervollständigen Sie sie sukzessive. Sie werden staunen, auf welche Ideen Sie im Lauf der Zeit durch das Sammeln kommen werden.

Natürlich gilt auch hier (wie beim Brainstorming): Bewerten, be- oder verurteilen Sie nicht Ihre Ideen! Dadurch ist gewährleistet, dass auch anfangs möglicherweise abwegig erscheinende Ideen zum Erfolg führen. Am Ende entscheiden Sie selbst, welche Idee(n) Sie weiterverfolgen.

Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Mind-Map

 

KaWa = Kreative analoge Wortassoziation

Diese Methode hat die bekannte Trainerin und Buchautorin Vera F. Birkenbihl entwickelt.

Nehmen Sie auch dazu ein großes Blatt und schreiben Sie das gewünschte Thema entweder waagerecht oder senkrecht auf, zum Beispiel:

KREATIVKaWa

Notieren Sie nun zu jedem Buchstaben Ihre Ideen und Gedanken (mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben). Kreatives Schummeln ist erlaubt, sogar ganze Sätze, beispielsweise:

 

Screenshot 2016-07-18 15.15.49

Am besten ebenfalls aufhängen und mit der Zeit vervollständigen. Und: nicht bewerten!

Beide Methoden eignen sich für jedes nur erdenkliche Thema. Ob Sie ein Buch schreiben oder eine Hochzeit planen, ob Sie einen Businessplan erstellen müssen oder ein Haus kaufen wollen, ob Sie eine Mindmap oder ein KaWa für sich allein oder gemeinsam mit anderen erstellen.

Lassen Sie die Ideen sprudeln, ich wünsche Ihnen viel Spaß!

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Unsere Lebensmittel – eine Mogelpackung?

Tonnen von Lebensmitteln werden vor allem an Wochenenden und noch mehr vor Feiertagen nach Hause gekarrt. Tonnen von Lebensmitteln landen im Müll. Wir jammern über die hohen Preise, wir jammern über Lkw-Verkehr und über Staus.

Aber wir essen zu Weihnachten Erdbeeren aus Spanien, im Februar Heidelbeeren aus Südamerika, das ganze Jahr über Äpfel aus Chile, Weintrauben aus Südafrika oder Indien. Selbst ein in unseren Breiten heimisches Gewächs, das sich auch gut lagern lässt, wie Knoblauch, kommt aus China. Dass der Geschmack von Nahrungsmitteln, die unreif geerntet, bestrahlt und begast werden, um die langen Transportwege zumindest optisch zu überstehen, minderwertig oder gar nicht mehr vorhanden ist, stört Konsumenten offensichtlich nicht. Die Supermarktketten argumentieren damit, dass die Konsumenten diese Produkte nachfragen. Der Konsument argumentiert damit, dass er sie kauft, weil sie da sind.

Offenbar haben viele schon ihren Geschmacksinn verloren. Selbst Menschen, die sich das Etikett Gourmet umhängen, sind heute nicht mehr in der Lage, den Geschmack von naturreinen Obst- und Gemüsesäften zu unterscheiden. Wissen wir noch, wie Erdbeeren schmecken, die zur Erdbeerzeit auf heimischen Feldern geerntet wurden? Oder reife Weintrauben? Heimische Äpfel, die nicht gespritzt und begast wurden? Sie haben noch ihren unverwechselbaren Eigengeschmack, brauchen keine Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker.

Brust oder Keule?

Mich erinnert das alles an den Film mit Louis de Funès: „Brust oder Keule“. Damals erschienen einem die Handlung und die Vorfälle beim Besuch in der Fabrik des Fertigproduktfabrikanten Tricatel völlig überzeichnet. Die Realität heute zeigt aber, dass wir von diesem Szenario nicht mehr weit entfernt sind. Dass Fischstäbchen aus gepressten Fischabfällen bestehen, wurde ohnehin schon vor Jahren festgestellt. Es gibt genauso wenig stäbchenförmige Fische wie lila Kühe. Es ist uns anscheinend im wahrsten Sinne des Wortes „Wurst“, was auf unseren Tellern liegt, Hauptsache schnell, Hauptsache billig.

Aber wenn wir hören, dass im Gulasch neben Rind- auch Pferdefleisch ist (das übrigens früher als Delikatesse galt), schreien wir Alarm und fühlen uns betrogen. Dabei betrügen wir uns schon die ganze Zeit selbst. Wir wollen meist gar nicht hinterfragen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie „hergestellt“ werden.

Weniger ist mehr

Nicht nur die Fastenzeit ist dazu angetan, innezuhalten, zu prüfen, was wir essen, und da würde auch schon eine simple Reduktion genügen. Wir sind unersättlich geworden. Nicht nur die Börsenspekulanten. Wir leben im Überfluss und können trotzdem den Hals nicht vollkriegen. Eine einfache Mahlzeit, mit Genuss gegessen, kann wesentlich befriedigender sein als ein kompliziertes Gericht voller Zusatzstoffe und exotischer Zutaten.

Es wundert angesichts dieser Tatsachen nicht, dass es verschiedene Gegenströmungen gibt. Von den Veganern bis zu den Makrobiotikern. Ich halte es gerne mit Buddha und bin für den Mittelweg. Eine Küche mit wenigen, möglichst regionalen Zutaten ist bekömmlicher und geschmackvoller. Und weniger ist sowieso mehr. Deshalb geht auch jeglicher Lebensmittelskandal spurlos an mir vorüber.

Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie mir: office@transwrite.at

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10 Tipps gegen Schreibblockaden

Keine Angst vorm leeren Blatt

Ob sie einen Flyer oder einen Newsletter texten oder gar ein Buch schreiben wollen: Viele Menschen haben Angst vorm leeren Blatt, vorm blinkenden Cursor auf dem leeren Bildschirm. Es will ihnen einfach nichts einfallen. Darum fangen viele erst gar nicht an zu schreiben.

Die größten Blockaden sind zu hohe Erwartungen an sich selbst und ein falsches Bild von Journalisten und Autoren. Kaum ein Mensch bringt seine Gedanken sofort formvollendet zu Papier oder in den PC. Selbst Antoine de Saint-Exupéry hat das Manuskript für sein Buch „Der kleine Prinz“ über 40-mal umgeschrieben! Deshalb:

1. SCHRAUBEN SIE IHRE ERWARTUNGEN HERUNTER!

2. NEHMEN SIE SICH ZEIT

Dazu gehört auch eine gute Planung. Wenn Sie beispielsweise am 20. einen Newsletter ausschicken sollen, fangen Sie nicht erst am 19. mit dem Schreiben an, sondern …

3. SAMMELN SIE!

Und zwar alles, was Ihnen zum Thema einfällt. Dazu gibt es etliche Kreativmethoden wie eine Mindmap oder das KaWa von Vera F. Birkenbihl. Mehr dazu demnächst in meinem Blog. Wenn Sie genug Ideen gesammelt haben, dann …

4. SCHREIBEN SIE DRAUFLOS

Eine gute Methode, den inneren Zensor auszuschalten, ist, täglich zu schreiben. Die amerikanische Autorin Julia Cameron nennt es Morgenseiten (jeden Morgen drei Seiten schreiben), andere „Free Writing“ oder automatisches Schreiben (am besten mit der Hand). Sie lernen dabei, Ihre Texte nicht zu beurteilen, sondern die Schrift einfach fließen zu lassen. Selbst wenn Sie zu Beginn nur „Es fällt mir nichts ein“ schreiben – Hauptsache, der Stift ruht nicht. Es wird Ihnen garantiert schnell etwas einfallen!

5. ORTSWECHSEL können oft Wunder wirken. Bleiben Sie nicht wie hypnotisiert vor dem PC sitzen, sondern gehen Sie mit Ihrem Laptop (ein Schreibblock tut’s für den Anfang auch) beispielsweise in ein Café. Tatsächlich gab und gibt es viele Autoren, die im Café schreiben. Möglicherweise inspirieren Sie aber ein Museum, belebte Plätze oder ein Bahnhof mehr – probieren Sie es aus.

6. DEN BRUNNEN FÜLLEN

Besuchen Sie eine Ausstellung oder ein Konzert, um Ihren „inneren Brunnen“, wie Julia Cameron die uns allen innewohnende Kreativität nennt, wieder zu füllen. Sogar alltägliche Tätigkeiten wie Kochen, Gartenarbeit oder ein schönes Bad können dazu beitragen.

7. NOTIZBUCH

Selbst bei einem Familienausflug oder beim Treffen mit Freunden kann es geschehen, dass Sie die Muse anfällt. Halten Sie Ideen unbedingt immer sofort schriftlich fest, am besten in einem kleinen Notizbuch, das Sie immer bei sich haben. Denn leider sind Ideen sehr flüchtig, und der geniale Einfall, den Sie unterwegs hatten, hat sich zurück am PC meist in Luft aufgelöst.

8. MIT OFFENEN AUGEN UND OHREN durch die Welt gehen. Heben Sie Zeitungsausschnitte etc. zu jenen Themen, über die Sie schreiben wollen, auf – am besten in einer eigenen Sammelbox. Auch wenn Sie ein Thema besonders interessiert, über das Sie momentan noch nicht schreiben wollen bzw. müssen.

9. DIE SINNE SCHÄRFEN

Machen Sie einen Spaziergang. Viele Menschen haben verlernt, die Natur und den Lauf der Jahreszeiten zu beobachten, dem Singen der Vögel oder dem Rauschen der Blätter zu lauschen. Es wird Ihr Schreiben lebendiger und authentischer machen. Und: innehalten, seine Gedanken mal für einen Augenblick loslassen, das ist die beste Quelle für Kreativität!

Schließlich haben Sie eine Menge Text gesammelt und nun geht’s ans …

10. ÜBERARBEITEN

Tipps fürs Überarbeiten finden Sie demnächst in meinem Blog.

Amateure sitzen und warten auf Inspiration. Der Rest von uns steht einfach auf und macht sich an die Arbeit. (Stephen King)

 

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